Der Börsen-Baumarkt – Podcast-Cover

Der Börsen-Baumarkt

Erst die Aktie, dann der Hebel.

Der Baumarkt für die Börse. Ein Ex-Bankmanager erklärt, wie die Werkzeuge für deinen Spieltopf funktionieren: Aktien, Stop-Loss, Optionsscheine, Knock-outs. Ohne Kauftipps, ohne Bank im Hintergrund. Alle zwei Wochen, rund 20 Minuten.

Worum es geht

Hier lernst du, wie die Werkzeuge funktionieren, bevor du am Spieltopf herumschraubst.

Der Hobbyhandwerker baut nicht gleich die Küche neu. Er fängt mit den Fliesen im Keller an. Genauso bleibt das Vermögen im Fundament, in ETFs, Anleihen und Festgeld, und ausprobiert wird mit einem kleinen, klar abgegrenzten Topf.

Jede Folge nimmt sich genau ein Werkzeug vor: was es ist, wofür es gebaut wurde, wie es mechanisch funktioniert, mit einem durchgerechneten Beispiel. Dazu in jeder Folge der Sicherheitshinweis, wo man sich damit verletzt, und der klassische Heimwerkerfehler.

Ich habe sieben Jahre in einer Schweizer Großbank gearbeitet und danach zehn Jahre als Vorstand die Zahlen eines Unternehmens verantwortet. An einem Handelstisch habe ich nie gesessen. Ich erkläre aus der Sicht dessen, der weiß, wie eine Bank rechnet, und der selbst mit einem eigenen, regelbasierten System handelt.

Die Werkstattordnung

Werkzeugkunde

Ein Werkzeug pro Folge, mit Rechenbeispiel. Erst sechs Folgen zur Aktie, dann der Hebel: Optionsscheine und Knock-outs.

Sicherheitshinweis

In jeder Folge, konkret am Werkzeug: Hebelprodukte können wertlos verfallen.

Kein Verkauf

Keine Kauftipps, keine Musterdepots, kein Sponsoring durch Banken, Broker oder Emittenten, keine Affiliate-Links.

Folgen

Trailer

Willkommen im Börsen-Baumarkt

Wer hier spricht, für wen der Baumarkt gebaut ist, wo der Gastgeber steht, und wie man mit der richtigen Meinung Geld verliert.

Folge 1

Erst der Keller, dann die Küche

Bevor das erste Werkzeug aus dem Regal kommt: Fundament, Spieltopf und eine Werkstattordnung auf Papier. Warum ein Spieltopf einen Zaun braucht, was Odysseus mit dem Nachschussverbot zu tun hat und wie viel von deinem Topf in eine einzige Aktie gehört.

Folge 2

Billig ist nicht günstig

Der erste Einstieg in eine Aktie, und warum er mit der Frage beginnt, wann man nicht einsteigt. Porsche nach dem Börsengang, GoPro mit dem „günstigen“ KGV, der Ankereffekt, Value gegen Momentum und die Geschichte von den Trading-Sardinen.

Alle Folgen auf Spotify

Das Baumarkt-Handbuch

Die Begriffe aus den Folgen, zum Nachschlagen. Das Handbuch wächst mit jeder Folge.

Folge 1 · Erst der Keller, dann die Küche

Fundament
Der Teil des Vermögens, der ohne Herumschrauben arbeitet: breit gestreute ETFs, Anleihen, Festgeld, Notgroschen.
Spieltopf
Ein fest begrenzter, getrennt geführter Betrag zum Ausprobieren. Ein Totalverlust ärgert, verändert aber nichts.
Mentale Buchführung
Menschen behandeln Geld je nach „Schublade“ unterschiedlich (Richard Thaler). Hier wird das bewusst als Zaun genutzt.
House-Money-Effekt
Nach Gewinnen steigt die Risikobereitschaft, weil sich Gewinne nicht wie eigenes Geld anfühlen (Thaler/Johnson 1990).

Folge 2 · Billig ist nicht günstig

Ankereffekt
Eine früher gesehene Zahl, etwa das alte Hoch, zieht spätere Einschätzungen zu sich hin (Tversky/Kahneman 1974).
KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis: Aktienkurs geteilt durch den Gewinn je Aktie. Das normale KGV schaut auf vergangene Gewinne, das Forward-KGV auf erwartete.
PEG
KGV geteilt durch das erwartete Gewinnwachstum. Unter 1 gilt als günstig.
Value
Kaufen, wenn der Kurs unter dem inneren Wert liegt (Graham, Buffett).
Momentum
Was stark läuft, läuft im Schnitt eher weiter (Jegadeesh/Titman 1993).
Value-Falle
Eine Aktie ist billig und bleibt es, weil es einen Grund dafür gibt.
Verbilligen
Nachkaufen, um den Durchschnittskurs zu senken, also in eine Verlustposition nachschießen.

Hinweis

Der Börsen-Baumarkt ist ein unabhängiger Podcast von Joachim Strobel. Es gibt keine Zusammenarbeit mit oder Vergütung von Banken, Brokern oder Emittenten. Die Folgen erklären allgemein, wie Finanzinstrumente und Märkte funktionieren. Genannte Unternehmen, Indizes und Handelsplätze sind abgeschlossene Beispiele aus der Vergangenheit und keine Empfehlungen. Rechenbeispiele arbeiten mit erfundenen Figuren (Familie Muster, Otto Müller, Beispiel AG). Die Folgen berücksichtigen keine persönlichen Umstände und sind keine Anlageberatung. Hebelprodukte wie Optionsscheine und Knock-outs sind mit hohen Risiken bis zum Totalverlust verbunden. Der Autor handelt privat mit Wertpapieren; hält oder hielt er Aktien eines in der Folge genannten Unternehmens, steht das in der Folge und in den Shownotes. Stand der Informationen: Aufnahmedatum der Folge.

Offenlegung Folge 2: Der Autor hält und hielt keine Aktien der in dieser Folge genannten Unternehmen.

Hörerfragen beantworte ich allgemein in den Folgen. Persönliche Anlagefragen beantworte ich nicht, auch nicht per Mail.

Anbieter des Podcasts: siehe Impressum.